Aktuelle Sprechtechnik im Business: Ihre Stimme ist Ihre Stärke

Geschrieben am 28. Oktober 2009 in Allgemein

Eine starke StimmRhetorik ist Ihnen ein Instrument, Ihre Stärke positiv auszudrücken und Schwächen zu stärken. Zwar kann jeder gesunde Mensch sprechen, allerdings besteht noch ein Unterschied, ob Sie einfach reden oder Ihre StimmRhetorik mit Sprechtechniken trainieren.  „Sprechtechnik im Business“ ermöglicht es Ihnen, sich selbst und Ihre Aussagen wirkungsvoll darzubieten. Ich werde dazu demnächst zwei Seminare abhalten – „Sprechtechnik im Business I und II“. Zur Einstimmung dazu nun an dieser Stelle schon einige Gedanken.

Aktuelle Sprechtechnik im Business

Fühlen Sie sich wohl, wenn Sie sprechen? Das ist nämlich ein wichtiger Faktor, um Ihre Sprechtechnik zu optimieren. Wenn Sie sich wohlfühlen, sind Sie positiv gestimmt, was sich auf Ihr Gegenüber übertragen wird. Damit Ihnen das Sprechen leichter fällt und Sie sich daraus folgend wohlfühlen, bietet sich regelmäßiges Training an. Damit sind Sie gewappnet für viele Gesprächssituationen. Wenn Sie das Buch „Der kleine Martini“ bereits kennen, wird es Ihnen nichts Neues sein, wenn ich vom „Sound“ rede. Der Sound ist der einzigartige Klang Ihrer eigenen Stimme – inklusive aller Eigenschaften. Diese Eigenschaften werden Sie in einem Training keinesfalls verlieren, sondern so hervorheben, dass Ihnen Gespräche, Reden und Präsentationen nichts mehr ausmachen werden.

Konkrete Praxistipps für Ihre Sprechtechnik

Mithilfe einiger Aufwärmübungen gelingt es Ihnen, Ihre Stimme „anspringen“ zu lassen; stellen Sie sich Ihre Stimme etwas wie einen Motor vor. In beiden Fällen braucht es eine Weile, um es warmlaufen zu lassen. Ihrer Stimme helfen dabei Aufwärmübungen; sowohl Sprech- als auch Kau-, Summ- und Atemübungen. Ein paar Tipps dafür erhalten Sie im Beitrag „Stimme als Karriereinstrument“.

Wenn Sie ein Feedback für Ihre StimmRhetorik suchen, orientieren Sie sich bitte nicht an dem, was Sie selbst hören. Auch Tonbandaufnahmen werden Ihnen nicht weiterhelfen – schauen Sie, wenn Sie vor Menschen reden, einfach in deren Gesichter. Ist Aufmerksamkeit vorhanden? Während Sie sich selbst dabei überprüfen, übernehmen Sie gleichzeitig einen wichtigen Aspekt Ihrer erfolgreichen Rede: Sie halten Blickkontakt.

Allgemein gilt: Sprechen Sie deutlich. Dabei entsteht wieder der oben erwähnte Wohlfühl-Faktor: Sie müssen sich am wenigsten anstrengen, wenn Sie deutlich formulieren. Bedenken Sie dabei auch die akustischen Gegebenheiten, Ihre Sprechsituation (Sie sprechen bei einem Meeting im Büro anders als bei einem Vortrag in einem großen Konferenzraum), auf Ihr Gegenüber. Die Deutlichkeit in Ihrer StimmRhetorik sollte sich steigern, wenn Sie in hallenden Räumen sprechen – übertreiben Sie es dabei allerdings nicht mit der Lautstärke. Lautstärke und Deutlichkeit verwechseln viele; Sie müssen nicht schreien, um verstanden zu werden. Wenn Sie einen lauten Ausruf allerdings als stilistisches Mittel einsetzen, ist das erlaubt.

Tun Sie Ihrem Kehlkopf nicht weh – pressen, schieben und drücken Sie Ihre Stimme nicht heraus. Hauchen oder säuseln Sie auch nicht; im Sprechtraining lernen Sie das goldene Mittelmaß. Achten Sie darauf, kein verbales Kanonenfeuer abzuschießen – Ihre Zuhörer müssen Ihren Worten folgen können. Praktisch: In Ihren Sprechpausen können Sie immer durchatmen.

Große Räume ohne Mikrofon erfordern besondere Sprechtechnik

Es ist keine leichte Situation: In einem großen Raum ohne Mikrofon zu sprechen. Auch hier gilt: Weniger die Lautstärke, als eher die Deutlichkeit ist von Bedeutung. Achten Sie punktgenau darauf, wie Sie Ihren Mund öffnen, wie Sie atmen und wie Ihre Stimme „sitzt“. Ganz wichtig: Ein großer Raum erfordert das ausfaden Ihrer Worte – Ihre Stimme muss also ausklingen. Das bedeutet, dass Sie größere Redepausen machen werden, als in einem kleineren Raum. Auch wenn ich normalerweise gerne dazu tendiere, Ihnen zu raten, auf Ihre innere Stimme zu hören, muss das in diesem Fall nicht stimmen: Wenn Sie das Gefühl haben, laut zu sprechen, bedeutet das nicht, dass auch Ihr Publikum das so empfindet. Der Nachhall Ihrer Stimme und die Zuhörer geben Ihnen ein sicheres Feedback, ob Sie gut sprechen.

Und mit Mikrofon?

Es gibt Redner, die meinen, die Technik würde es schon richten. So ein Mikrofon sorgt doch dafür, dass die Stimme gut ankommt. Falsch. Zwar sind solche Stimm-Verstärker eine Hilfe, allerdings ersetzen sie noch nicht Ihre Sprechtechnik. Verzichten Sie vor Ihrer Rede nicht auf eine Akustik- und Mikrofonprobe. Zischen Sie dabei einige Male ins Mikro: „s“, „sch“, „z“, „ts“ oder „tsch“ – und achten Sie auch auf die Verschlusslaute: „p“, „t“, „k“. Ist Ihre Rede so aufgebaut, dass sie diese Laute kräftig sprechen werden, dann treten Sie dabei einen kleinen Schritt vom Mikrofon zurück. Apropos zurücktreten: Peilen Sie während der Probe noch den optimalen Abstand zum Mikro aus. Seine Höhe ist außerdem wichtig; Sie wollen aufrecht stehen, wenn Sie sich bücken müssen, presst das Ihre Stimme.

Indifferenzlage in der aktuellen Sprechtechnik

Der Stimmsound oder die Indifferenzlage ist ein Punkt, den wir gemeinsam trainieren können. Dabei wird die ideale Sprechlage, also Sprech- und Stimmhöhe festgestellt. Häufig wird – vor allem in Situationen, wo Lampenfieber oder Stress auftreten können – zu piepsig, zu hoch gesprochen. Abgesehen davon, dass zu hohes Sprechen immer Unsicherheit impliziert, geht es auch auf die Stimme: Heiserkeit, Spannungen im Kehlkopf oder ein Gefühl der Enge im Hals können die Folgen sein.

Lernen Sie alle Facetten des Potenzials Ihrer Stimme kennen und lernen Sie, Ihr Potenzial gewinnbringend einzusetzen – trainieren Sie Ihr wichtigstes Instrument, Ihr Kommunikationsinstrument, Ihr Instrument der Stärke. Ich freue mich, Sie vom 19. – 20. November 2009 zum Seminar „Aktuelle Sprechtechnik I“ und vom 23. – 24. November 2009 zum Seminar „Aktuelle Sprechtechnik II“ zu begrüßen! Für weitere Informationen oder Ihre Anmeldung kontaktieren Sie mich einfach.

1 Kommentare

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1. Redenschreiber | 29. Mai 2013 | 14:50

Viele Berufe erfordern einen hohen Einsatz der Stimme. Eine kräftige und ausdrucksstarke Stimme ist wichtig für jeden, der durch gesprochene Worte Inhalte wirksam und eingängig vermitteln will. Die Stimme steh im Alltag als selbstverständliches Werkzeug zur Verfügung. Doch gerade in Belastungssituationen kann Sie auf einmal als unzuverlässig erlebt werden. Auch wenn ein Politiker von seinem Redenschreiber ein perfektes Redemanuskript geschrieben bekommen hat. Wenn die Stimme wegbleibt nützt ihm das nicht. Die Kraft der eigenen Stimme weiterzuentwickeln ist die Voraussetzung dafür, sie langfristig effizient einsetzen zu können.

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