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	<title>rhetorikblog - Rhetorik Stimme Körpersprache</title>
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	<description>Stimmrhetorikblog von Dr. Anna Martini</description>
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		<title>200 Jahre Robert Schumann: In Erinnerung an eine sagenumwobene Geschichte</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emilie Haymann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Komponist Robert Schumann wäre heute 200 Jahre alt geworden &#8211; ein Grund, ihm diesen Beitrag zu widmen. Ein weiterer Grund ist, dass es dem Kölner Professor Dr. Dr. Uwe Henrik Peters gelungen ist, das Jahrhunderte alte Rätsel um Schumanns Tod zu lösen. Die gemeinhin bekannte Geschichte, Robert Schumann wäre geisteskrank geworden, nach ENDEnich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Komponist Robert Schumann wäre heute 200 Jahre alt geworden &#8211; ein Grund, ihm diesen Beitrag zu widmen. Ein weiterer Grund ist, dass es dem Kölner Professor Dr. Dr. Uwe Henrik Peters gelungen ist, das Jahrhunderte alte Rätsel um Schumanns Tod zu lösen. Die gemeinhin bekannte Geschichte, Robert Schumann wäre geisteskrank geworden, nach ENDEnich in die Anstalt eingeliefert worden und dort habe sich sein Zustand nicht gebessert, stimmt nicht &#8211; Peters räumt in &#8220;Gefangen im Irrenhaus &#8211; Robert Schumann&#8221; mit Gerüchten auf und belegt, wie es wirklich war.</p>
<p><span id="more-165"></span></p>
<p>Romantischer als die Wahrheit klingt das bisherige Märchen um das Schumann-Ehepaar: Robert Schumann ist ein geistig verwirrter großer Komponist, seine Frau Clara steht ihm zur Seite. Im Jahre 1854 wirft Robert Schumann seinen Ehering in den Rhein und stürzt sich während des Karnevals selbst in die Fluten. Die Wahrheit sieht anders aus:</p>
<p>Clara und Robert Schumann befanden sich in einer Ehekrise, woraufhin er sich freiwillig in der privaten Irrenanstalt in ENDEnich einliefern lässt. Hier wird er gegen seinen Willen festgehalten &#8211; zum einen, weil seine Frau Clara ihn nicht mehr bei sich wissen wollte, zum anderen, weil der Irrenhausdirektor auf die großzügigen Einnahmen des bekannten Komponisten nicht verzichten wollte. Dass Robert Schumann angeblich an Syphilis litt, wie der Direktor begründete, konnte nie bewiesen werden. Peters konnte neue Quellen auftun, um diese Tatsachen zu beweisen.</p>
<p>Heute, am 08. Juni 2010, würde der Komponist Robert Schumann 200 Jahre alt werden. In &#8220;Gefangen im Irrenhaus &#8211; Robert Schumann&#8221; wird heute endlich die Wahrheit erzählt &#8211; nicht nur die Story des vermeintlich glücklichen Paares, sondern auch das Persönlichkeitsbild des Robert Schumann wird neu erzählt. Schumann: Ein großer Komponist mit kleinem rhetorischen Background. Schumann: Dessen Frau Clara seine Stimme war &#8211; anfangs sicher hilfreich, später sein Verderben. Ein bisher falsch interpretiertes Leben wird nach 200 Jahren neu geschrieben.</p>
<p>&#8220;Gefangen im Irrenhaus &#8211; Robert Schumann&#8221; von Prof. Dr. Dr. Uwe Henrik Peters ist ab sofort im Handel, <a title="&quot;Gefangen im Irrenhaus - Robert Schumann&quot; bei Amazon" href="http://www.amazon.de/Gefangen-im-Irrenhaus-Robert-Schumann/dp/3931906078/ref=sr_1_fkmr0_2?ie=UTF8&amp;qid=1276004021&amp;sr=8-2-fkmr0" target="_blank">hier</a> bei Amazon, erhältlich. Detailliertere Informationen zu diesem Buch sind direkt beim Verlag <a title="ANA Publishers" href="http://www.anapublishers.de/buecher/details/products/gefangen-im-irrenhaus-robert-schumann.html" target="_blank">ANA Publishers</a> zu finden. Wenn Sie das Buch gelesen haben, sind wir gespannt auf Ihre Meinung, die Sie gerne in den Kommentaren hinterlassen können.</p>
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		<title>Stimmt die Rhetorik, stimmt auch die Stimme</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 12:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emilie Haymann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe eine Frage an Sie, liebe Leser: Sind Sie stimmig? Also &#8230; stimmt Ihre Rhetorik &#8211; verbal und nonverbal &#8211; so, dass Sie mit Ihrer Stimme den gewünschten Auftritt hinlegen können? Das habe ich mich bei mir gefragt, als ich ein Probekapitel aus &#8220;Gefangen im Irrenhaus &#8211; Robert Schumann&#8221; von Uwe Henrik Peters in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eine Frage an Sie, liebe Leser: Sind Sie stimmig? Also &#8230; stimmt Ihre Rhetorik &#8211; verbal und nonverbal &#8211; so, dass Sie mit Ihrer Stimme den gewünschten Auftritt hinlegen können? Das habe ich mich bei mir gefragt, als ich ein Probekapitel aus &#8220;<a title="Gefangen im Irrenhaus - Robert Schumann" href="http://www.anapublishers.de/buecher/details/products/gefangen-im-irrenhaus-robert-schumann.html" target="_blank">Gefangen im Irrenhaus &#8211; Robert Schumann</a>&#8221; von Uwe Henrik Peters in den Händen hielt. Soweit finde ich das stimmig: Wenn alle dafür nötigen Körperteile gut zusammenspielen, stimmt auch die Stimme als Teil der gesamten StimmRhetorik.</p>
<p><span id="more-162"></span></p>
<p>Das Kapitel &#8220;Schumanns Stimme&#8221; ist recht lehrreich, wenn es um Rhetorik geht. Peters beschreibt (und belegt dies auch in seinen Quellen), dass Schumann in seinem Tagebuch von einer &#8220;Sprechorganschwäche&#8221; schreibt. Dass es kein &#8220;Sprechorgan&#8221; als solches gibt, sondern vielmehr Kehlkopf, Stimmbänder, Halsmuskeln, Zunge, Lippen und Atmung zusammenspielen müssen, beschreibt er weiter. Schumann litt offensichtlich an dieser &#8220;Schwäche&#8221;, die mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt war.</p>
<p>Auch in der nonverbalen Rhetorik Schumanns wird sichtbar, dass er nie ein Mann der großen Worte war: &#8220;Auf allen 16 authentischen Portraits senkt Schumann das Kinn auf die Brust&#8221;, beschreibt Peters und nennt konkrete Fotos, die das belegen. Daraus lässt sich nicht nur seine fehlende Rhetorik-Begabung, sondern auch eine negative Stimmbildung schlussfolgern. Peters zieht daraus den Schluss, dass Schumann wohl zu den Menschen gehöre, die der Ansicht sind, seine Rhetorik könne man nicht trainieren; vielmehr sei diese gottgegeben. Einige Quellen beweisen, dass Schumann sogar davon wusste, dass seine Haltung mitverantwortlich für seine Stimmschwäche war. Mit steigendem seelischen Druck stieg auch die Stimmschwäche weiter an &#8211; als die Einsamkeit im Irrenhaus ENDEnich folgte, nahm er das als gegeben hin und tat nichts, um mit anderen Betroffenen zu sprechen.</p>
<p>Dass Stimmtraining &#8220;eine sehr körperliche Arbeit&#8221; ist, thematisiert die <a title="Artikel FAZ" href="http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~E6250C06D460A43BEB31C41C3D54F9CEA~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ</a> am 11. April. Die Redakteure der FAZ verweisen auf die 7-55-38-Prozent-Regel: 7 Prozent Inhalt, 55 Prozent visuelle Bewertung und 38 Prozent Stimmklang. Die Stimme wird als &#8220;Karrierefaktor&#8221; bezeichnet und es werden konkrete Beispiele genannt &#8211; ein lesenswerter Artikel, der wieder zeigt: Wer &#8220;stimmig&#8221; ist, kommt weiter.</p>
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		<title>Rhetorikpreis für Fußballer van Bommel</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 16:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anna Martini</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie unter anderem in der Berliner Morgenpost zu lesen war, wurde Mark van Bommel, der holländische Captain vom FC Bayern München, mit dem Sprachpreis 2010 ausgezeichnet. Dieser Rhetorikpreis wird alljährlich von der &#8220;Vrijen Universiteit Amsterdam&#8221; verliehen. Dieses Jahr wurde van Bommel aufgrund seiner deutlichen Aussprache geehrt, wofür die Sprechgewohnheiten von 26 holländischen Nationalspielern untersucht wurden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie unter anderem in der <a title="Beitrag Berliner Morgenpost" href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article1280883/Sprachpreis-fuer-Mark-van-Bommel.html" target="_blank">Berliner Morgenpost</a> zu lesen war, wurde Mark van Bommel, der holländische Captain vom FC Bayern München, mit dem Sprachpreis 2010 ausgezeichnet. Dieser Rhetorikpreis wird alljährlich von der &#8220;Vrijen Universiteit Amsterdam&#8221; verliehen. Dieses Jahr wurde van Bommel aufgrund seiner deutlichen Aussprache geehrt, wofür die Sprechgewohnheiten von 26 holländischen Nationalspielern untersucht wurden. Pro Spieler hat man drei TV-Interviews analysiert; vom Gewinner unter anderem dieses:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4KWzE8E9zDI" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/4KWzE8E9zDI"></embed></object></p>
<p><span id="more-159"></span>Die Sprachwissenschaftler meinten, van Bommels Argumentationen seien am besten gewesen. Er habe seine Rhetorik gut entwickelt und spreche bewusst mit dem Publikum. Weiter blieben die typischen Fußball-Floskeln aus und wenn van Bommel vom Fußballfeld vor die Kamera tritt, könne er verständlich die Spiele analysieren. In der Beurteilung waren Sprechtempo, Betonung, Verständlichkeit und Argumentation von Bedeutung. Fachchinesisch, Klischees oder Grammatikfehler führten zu Minuspunkten.</p>
<p>Auf den weiteren Rängen haben sich Demy de Zeeuw, der bei Ajax Amsterdam kickert, und Ruud van Nistelrooy vom Hamburger SV platziert. Sieht so aus, als würden die Bayern vormachen, wie es geht: Vor zwei Wochen schon wurde der ebenfalls holländische Trainer Louis van Gaal mit einem deutschen Sprachpreis ausgezeichnet.</p>
<p>Wie diese Beispiele demonstrieren, spielt Rhetorik in allen erdenklichen Bereichen eine große Rolle: Im Privat- und Geschäftsleben, der Wirtschaft, Politik und eben auch beim Sport. Wenn Sie auch so denken, sind Sie herzlich zur Veranstaltung &#8220;<a title="Beitrag Inhalt und Ton - wo stimmt das schon?" href="http://www.rhetorikblog.de/inhalt-und-ton-wo-stimmt-das-schon/" target="_self">Inhalt und Ton &#8211; wo stimmt das schon?</a>&#8221; eingeladen.</p>
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		<title>Inhalt und Ton &#8211; wo stimmt das schon?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 14:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anna Martini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seminare]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn Sie unsere Blogbeiträge regelmäßig lesen, wissen Sie, dass die Frage &#8220;Inhalt und Ton &#8211; wo stimmt das schon?&#8221; mehr als berechtigt ist &#8211; sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft. Ob es sich nun um flache Worthülsen handelt oder um das Auftreten des Redners; viele in der Öffentlichkeit stehenden Personen gehen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Sie unsere Blogbeiträge regelmäßig lesen, wissen Sie, dass die Frage &#8220;Inhalt und Ton &#8211; wo stimmt das schon?&#8221; mehr als berechtigt ist &#8211; sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft. Ob es sich nun um flache Worthülsen handelt oder um das Auftreten des Redners; viele in der Öffentlichkeit stehenden Personen gehen mit schlechtem Beispiel voran.</p>
<p><span id="more-155"></span></p>
<p>Aber es gibt auch diejenigen, die sich hervorragend präsentieren und durch den richtigen Einsatz ihres Instruments Rhetorik &#8211; verbal und nonverbal &#8211; positiv hervorheben. Wenn Sie wissen wollen, wo genau die Unterschiede zwischen diesen Menschen liegen, sind Sie herzlich: Spezialisten für die Bereiche &#8220;Stimme&#8221; und &#8220;Inhalt&#8221; teilen Ihnen mit, worauf es wirklich ankommt; bei Ihren Gehaltsverhandlungen, Ihrer nächsten Präsentation, Ihrem Vorstellungsgespräch oder sonstigen Gesprächssituationen. Am 07. Mai 2010 findet um 17.00 Uhr im <a title="Rotonda Business-Club" href="http://www.rotonda.de/" target="_blank">Rotonda Business-Club</a>, Pantaleonswall 27, 50676 Köln die Veranstaltung &#8220;Inhalt und Ton &#8211; wo stimmt das schon?&#8221; statt. Freuen Sie sich auf diese Themen:</p>
<ul>
<li>Gute Artikulation will gelernt sein &#8211; die richtige Sprechtechnik</li>
<li>Richtig atmen &#8211; auch wenn der Körper bebt</li>
<li>Stimme und Rhetorik gekonnt verbinden</li>
<li>Sexappeal in der Stimme kann nicht schaden</li>
<li>Runter von den kieksigen Tönen</li>
<li>Unaufmerksame Zuhörer? Nicht bei mir!</li>
<li>Warum sollte mir überhaupt jemand zuhören &#8211; wie erreiche ich mein Publikum?</li>
<li>Glaubwürdigkeits-Killer und tödliche Floskeln</li>
<li>Die eigene Persönlichkeit einsetzen &#8211; und unter Kontrolle halten</li>
<li>Die richtige Dramaturgie</li>
<li>Fakten, Fakten, Fakten &#8211; aber nicht zu viele</li>
<li>Mit der Gesprächs-Territoriums-Analyse zu den entscheidenden Argumenten</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen erhalten Sie bei <a title="Seminar-Details bei Semigator" href="www.semigator.de/trainer/seminare/162437" target="_blank">Semigator</a> und auf der Seite von Referent <a title="Seminardetails Goldfuß" href="http://www.goldfuss.com/offeneseminare.html" target="_blank">Jürgen W. Goldfuß</a>.</p>
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		<title>Gregor Gysi über die Rhetorik in der politischen Welt</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 16:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emilie Haymann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gysi]]></category>
		<category><![CDATA[lima]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die 7. LiMA (Linke Medienakademie), die alljährlich stattfindet und sich mit Medien, Politik und Rhetorik auseinandersetzt, ist gerade in vollem Gange. eröffnet wurde sie mit einer Rede von Dr. Gregor Gysi, der über die Rhetorik im Allgemeinen und die Rhetorik in der politischen Landschaft im Besonderen sprach. Eine Transkription der Originalrede aus dem Jahre 2009 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die 7. LiMA (Linke Medienakademie), die alljährlich stattfindet und sich mit Medien, Politik und Rhetorik auseinandersetzt, ist gerade in vollem Gange. eröffnet wurde sie mit einer <a title="7. LiMA, Rede von Dr. Gregor Gysi" href="http://www.linke-journalisten.de/7.%20LiMA/events/32.de.html" target="_blank">Rede von Dr. Gregor Gysi</a>, der über die Rhetorik im Allgemeinen und die Rhetorik in der politischen Landschaft im Besonderen sprach. Eine Transkription der Originalrede aus dem Jahre 2009 hat die <a title="Transkription Rede Gysi" href="http://www.zeit.de/2009/30/Gregor-Gysi" target="_blank">Welt</a> abgedruckt.</p>
<p><span id="more-152"></span>Angefangen bei den alten Griechen und der &#8220;Erfindung&#8221; der Rhetorik beziehungsweise der ersten bedeutungsvollen Rhetorik arbeitete sich Gysi schnell in die ehemalige DDR vor, bei der rhetorische Künste in der politischen Landschaft Randerscheinungen waren. Begründet wird das von Gysi damit, dass der demokratische Wettbewerb gefehlt habe und damit die Wichtigkeit der Rhetorik nicht anerkannt gewesen sei.</p>
<p>Und nun wird es meines Erachtens wichtig: Politiker seien in der Pflicht, die eigene Politik für Bürger zu übersetzen. Wörtlich drückt es Gysi so aus: &#8220;Wer nicht übersetzt, geht in die Politik nur für sich und nicht für die Bürger.&#8221; Und hier besteht eine Gratwanderung: Politik geht alle etwas an &#8211; was zur Folge hat, dass die Rhetorik in der Politik sowohl in den Kopf des Akademikers als auch in den des Hauptschulabgängers fließen muss. Das Zielpublikum &#8211; der Wähler &#8211; sind wir alle. Die Rhetorik muss also leicht verständlich und doch ansprechend sein. Politiker sprechen aus den Medien zu ihren Wählern; in den wenigen Sekunden, in denen der Politiker im Fernsehen oder im Radio zu hören sowie in der Zeitung zu lesen ist, muss verstanden werden, was gesagt wurde &#8211; und idealerweise auch gefallen.</p>
<p>Gysi verbindet seine Rede mit Geschichten aus seinem persönlichen Leben &#8211; ein gutes rhetorisches Stilmittel, was allerdings im richtigen Moment angewendet werden sollte. Weiter sprach Gysi über die Rhetorik der eigenen Partei in den Medien. Die Botschaften der Linken seien komplexer, als dass sie in vereinfachter Form für &#8220;die Zeitung mit den vielen bunten Bildern&#8221; reiche. Aber es gäbe die Menschen, die diese Zeitung lesen &#8211; und diese gehören nicht zur Zielgruppe der Linken; sie sind für die Partei nicht zu erreichen, so Gysi. Das entspricht der oben erwähnten Gratwanderung: Politik betrifft alle. Die Sprache der Politik erreicht aber nicht alle. Gysi erklärt weiter, dass Wahlen nicht durch Rhetorik entschieden werden, wenngleich sie Wahlen beeinflussen würde &#8211; im Falle Obama dürfte das wohl anders ausgesehen haben; zur letzten Bundestagswahl auch bei Angela Merkel. Um politischen Schaden vorzubeugen, sei es gerade für die Linkspartei von Bedeutung, auf die &#8220;Professionalität&#8221; der eigenen Parteimitglieder zu achten. Es fehele allerdings am demokratischen Grundverständnis seitens der Basis, wenn die Parteiführung aufgrund ihrer starken Rhetorik gewählt würde, erklärte Gysi weiter. Er betonte, dass eine Überzeugung dahinter sein muss, um rhetorisch zu punkten.</p>
<p>Die Punkte, die Gysi in seiner Rede über Rhetorik in der politischen Welt ansprach, sind auch auf die Rhetorik außerhalb der Politik übertragbar. In jedem erdenklichen Lebensbereich &#8211; privat wie geschäftlich &#8211; ist es wichtig, eine Überzeugung zu haben, sie leicht verständlich und argumentativ sinnvoll zu vertreten und auf das Gegenüber einzugehen. Weitere Informationen darüber erhalten Sie in &#8220;Tu&#8217;s Maul auf!&#8221; von <a href="http://www.rhetorikblog.de/dr-anna-martini/" target="_self">Dr. Anna Martini</a>, welches Sie als <a href="http://www.anapublishers.de/buecher/details/products/tritt-frisch-auf-tus-maul-auf.html" target="_self">Buch</a> oder <a href="http://www.anapublishers.de/hoerbuecher/details/products/tritt-frisch-auf-tus-maul-auf-stimmrhetorik.html" target="_self">Hörbuch</a> (erscheint Ende März / Anfang April) bestellen können.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>100. Weltfrauentag &#8211; weibliche Rhetorik in der Geschichte</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 15:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anna Martini</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 08. März jährte sich der Frauentag zum 100. Mal &#8211; und ausgerechnet die Mutter aller Feministinnen, Alice Schwarzer, schlägt vor, diesen Tag, der meines Erachtens auch an die Frauenbewegung erinnern soll, abzuschaffen, wie die Welt schön kurz zusammenfasst. Für mich ist der Frauentag Anlass gewesen, über die weibliche Rhetorik in der Geschichte nachzudenken, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 08. März jährte sich der Frauentag zum 100. Mal &#8211; und ausgerechnet die Mutter aller Feministinnen, Alice Schwarzer, schlägt vor, diesen Tag, der meines Erachtens auch an die Frauenbewegung erinnern soll, abzuschaffen, wie die <a title="Artikel Welt" href="http://www.welt.de/die-welt/debatte/article6697983/Uebermut-tut-immer-gut-Alice-Schwarzer.html" target="_blank">Welt</a> schön kurz zusammenfasst. Für mich ist der Frauentag Anlass gewesen, über die weibliche Rhetorik in der Geschichte nachzudenken, zu recherchieren und Ihnen diese Gedanken und Ergebnisse vorzustellen.</p>
<p><span id="more-147"></span></p>
<p><strong>Weibliche Rhetorik: Die Anfänge</strong></p>
<p>Erst seit dem 19. Jahrhundert besteht für Frauen die Chance, öffentlich zu reden. Die Rhetorik findet ihre Ursprünge in der griechischen Antike und Frauen waren seinerzeit einfach nicht das &#8220;Zielpublikum&#8221;. Einen sehr guten Überblick über den Kampf der Frauen, ebenfalls reden, wählen und sich frei bewegen und selbst verwirklichen zu können, gibt Wikipedia in diesem <a title="Artikel Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenbewegung#Moderne_Frauenrechtsbewegung" target="_blank">Artikel</a> über die Frauenbewegung.</p>
<p>Mit dem Vorankommen der Frauenbewegung tat sich in den vergangenen Jahrzehnten die sogenannte genderorientierte Sprache auf. Meinte das generische Maskulinum einst &#8220;alle&#8221;, werden heute Frauen und Männer gesondert genannt. In der Politik und im alltäglichen Leben ist zu beobachten, dass zunächst von &#8220;-innen&#8221;, dann vom generischen Maskulinum geredet wird; etwa &#8220;Werte Leserinnen und Leser&#8221;. Wie ist Ihre Meinung zur Gender-orientierten Sprache? Sehen Sie es als Vorstoß und wichtig an, die Weiblichkeit durch eine Endung besonders hervorzuheben, oder denken Sie, im Maskulinum (&#8221;Werte Leser&#8221;) sind alle angesprochen?</p>
<p><strong>Weibliche Rhetorik heute</strong></p>
<p>Noch immer gibt es große Unterschiede zwischen weiblicher und männlicher Rhetorik. Die Politik zeigt aber, dass Frauen auf dem Vormarsch sind: Selten waren Frauen derartig souverän, wie unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich als mächtigste Frau der Welt bezeichnen darf, oder die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton. Waren auch die Anfänge dieser beiden Frauen holperig, zeigen sie sich heute sicherer denn je auf dem politischen Parkett, auf dem man leicht ausrutschen kann. Auch eine Claudia Roth, Renate Künast oder Ursula von der Leyen; vorher schon Heide Simonis oder Regine Hildebrandt, zeigen, dass Frauen es weit bringen können. Sie sind Vorbilder &#8211; objektiv betrachtet; von den Inhalten ihrer Politik möchte ich an dieser Stelle nicht reden. Sie sind Frauen, die beweisen: Wir haben Möglichkeiten, Chancen und können es weit bringen.</p>
<p>Und doch: Frauen werden in der politischen Landschaft anders betrachtet als die männlichen Kollegen. Abgesehen von Schröders Haar-Färbe-Drama seinerzeit wird bei den männlichen Kollegen doch weniger die Frisur betrachtet; auch das familiäre Umfeld eines männlichen Politikers nimmt weniger bedeutungsvollen Raum ein, als bei ihren weiblichen Kollegen. So wurde Merkels Frisur bei ihren Anfängen als &#8220;helmartig&#8221; bezeichnet; und als sich Frau Merkel 2009 mit einem offeneren Dekolleté in die Oper traute, wurde gemunkelt, ob eine Frau in ihrer Position so etwas &#8220;darf&#8221;.</p>
<p>Ursula von der Leyen wurde in ihren Anfängen nicht ernst genommen, weil ihre Frisur zu mädchenhaft wirkte &#8211; außerdem stand die Frage im Raum, ob eine sechsfache Mutter dem Posten gewachsen sei. Wann wurde über die Kinder männlicher Politiker spekuliert? Auch Hillary Clinton musste den Spott amerikanischer Medien über sich ergehen lassen. Bei ihr kommt noch dazu, dass ihr Mann &#8211; Bill Clinton, einst der mächtigste Mann der Welt &#8211; einen riesigen Schatten wirft, den sie auch heute noch umgehen muss. Das gelingt ihr gut, indem sie offen sagt, dass sie Hillary Clinton ist und mit der Politik und dem Tun ihres Mannes nicht viel zu tun hat.</p>
<p>Wir leben in einer Zeit, in der es selbstverständlich ist, dass sich Frauen stark zeigen, dass sie rhetorisch punkten und Karriere machen, in die Vorstandsetagen einziehen. Viele mittelständige Unternehmen werden von Frauen geführt &#8211; auch im TV sind sie stärker vertreten, sowohl in der Moderation als auch in den Chefetagen, wie beim WDR, der von einer Frau geführt wird. Wir leben aber auch in einer Zeit, in der Frauen noch immer auf vermeintlich &#8220;typisch weibliche&#8221; Sachen angesprochen werden: Bricht eine der Damen in Tränen aus, wird das als &#8220;typisch weiblich&#8221; abgetan. Die Frisuren interessieren einige Medien mehr als die Inhalte der Aussagen dieser bewundernswerten Frauen. Andererseits &#8230; Diskriminieren Frauen (insbesondere Feministinnen) sich selbst dadurch, dass die Sprache Gender-orientiert wird, damit, dass betont werden muss, dass eine Frau ein Amt bekleidet? Was denken Sie?</p>
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		<title>&#8220;Wort halten&#8221; mit Erfolgsgarantie &#8211; auf Worte müssen Taten folgen!</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anna Martini</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Politiker, die rhetorisch geschickt sind, gewinnen souverän und überzeugend eine Wahl. Es fällt ihnen deutlich leichter, Wählerstimmen zu gewinnen, als Politikern, die stimmrhetorisch weniger souverän auftreten. Doch auf Worte müssen auch Taten folgen. Mit dem &#8220;Wort halten&#8221; ist das in der Politik so eine Sache.

CostKilling mit Erfolgsgarantie
Hält dagegen ein Unternehmen oder ein Dienstleister nicht das, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Politiker, die rhetorisch geschickt sind, gewinnen souverän und überzeugend eine Wahl. Es fällt ihnen deutlich leichter, Wählerstimmen zu gewinnen, als Politikern, die stimmrhetorisch weniger souverän auftreten. Doch auf Worte müssen auch Taten folgen. Mit dem &#8220;Wort halten&#8221; ist das in der Politik so eine Sache.</p>
<p><span id="more-144"></span></p>
<p><strong>CostKilling mit Erfolgsgarantie</strong></p>
<p>Hält dagegen ein Unternehmen oder ein Dienstleister nicht das, was er zuvor versprochen, angeboten oder bekräftigt hat, ist er weg vom Fenster. Daher möchte ich heute die Gelegenheit nutzen und Ihnen die Firma SARIVA GmbH vorstellen; ein Unternehmen, das auch in Krisenzeiten in puncto CostKilling sein Wort hält.</p>
<p>SARIVA ist ein Unternehmen, welches nicht nur von seinem Angebot überzeugt ist, sondern sein Angebot &#8220;CostKilling&#8221; gewinnbringend für seine Kunden umsetzt. SARIVA hält dabei Wort, denn &#8220;Wir führen für unsere Kunden eine Kostenoptimierung mit Erfolgsgarantie durch&#8221;, so Konstantin Schramm, Geschäftsführer der SARIVA GmbH. Dabei muss der Kunde seinen Anbieter und / oder Dienstleister noch nicht einmal wechseln.</p>
<p>Das Unternehmen hat sich Fairness für alle Beteiligten auf die Fahnen geschrieben. &#8220;Ohne diese Fairness können wir keine hohe Vertrauensbasis zu unseren Kunden aufbauen&#8221;, so Schramm am 22. Februar 2010 während seiner Unternehmenspräsentation in der Veranstaltung &#8220;Who is Who&#8221; des Rotonda Business Club Köln.</p>
<p><strong>CostKilling als faires Konzept</strong></p>
<p>SARIVA bewegt sich während der Kostenoptimierung prinzipiell außerhalb der Kernkompetenz seiner Auftraggeber. So ist beispielsweise häufig die IT-Abteilung eines Unternehmens gleichzeitig für die Telekommunikation zuständig. Diese Abteilung versteht etwas von IT und Technik, aber selten etwas von der Preisstruktur und -gestaltung der Telekommunikationsanbieter. Hier setzt dann SARIVA an, also ohne die Kernkompetenz des Unternehmens anzutasten.</p>
<p>Leistung und Qualität der dienstleistenden Unternehmen und Lieferanten dürfen dabei nicht nachlassen. Daher hat der CostKiller sich auch auf die Fahne geschrieben: Bessere Konditionen bei gleicher Qualität. Zufriedene Kunden, so Ronald Salewski, Leiter operatives Geschäft, sind unter anderem: Metabo, Lambertz und Ulla Popken. Mehr als 60 Prozent seiner Aufträge erhält das Unternehmen durch Weiterempfehlungen. Und das spricht für sich.</p>
<p><strong>Wo setzt SARIVA an?</strong></p>
<p>SARIVA sieht die derzeitige Krise in erster Linie als Chance für Kunden, die weitere Kosten sparen wollen. Jeder Betrieb muss sparen &#8211; allerdings steigen die Fixausgaben kontinuierlich an. Trotz des Wettbewerbs, der die Kosten eigentlich mindern sollte, zahlen Unternehmen oft zu viel. Die Versicherungsprämie und die Telekommunikationstarife werden teurer und ersticken jede Bemühung, Geld einzusparen, im Keim. Auch wenn durch die Krise der Wettbewerb der Dienstleister stärker denn je geworden ist &#8211; und Dienstleister wie etwa der Paketdienst, Entsorgung, Telekommunikation, Energie und so weiter in ihren Preisen nach unten gegangen sind, um etwa Stammkunden zu halten: Da ist noch viel &#8220;Luft&#8221; und SARIVA hilft, weiter zu optimieren.</p>
<p>Der SARIVA GmbH gelingt es, die steigenden Kosten einzudämmen, denn: &#8220;Wir kennen in den meisten Fällen die Tarife der Dienstleister besser als die Mitarbeiter der dienstleistenden Unternehmen&#8221;, so Schramm. Mit diesem Wissen unterstützt der CostKiller SARIVA seine Kunden. Die einzelnen Schritte des SARIVA Konzepts können Sie der <a title="SARIVA" href="http://sariva.com/costkilling/konzept/" target="_blank">Unternehmenshomepage</a> entnehmen.</p>
<p><strong>Welche Bereiche bringen Einsparpotenzial mit sich?</strong></p>
<p>Die SARIVA GmbH kümmert sich um die Bereiche Telekommunikation, Energie, Versicherungen, Druckkosten, E-Payment, Entsorgung, Paket- und Kurierdienste, IT, Verpackungsmaterial, Logisitik und &#8211; wenn Sie einen speziellen Bereich haben &#8211; auch individuelle Themen wie Fuhrpark, Reinigung oder Sicherheitsdienste.</p>
<p><strong>Ihre Möglichkeit, in Kontakt zu treten</strong></p>
<p>Wenn Sie weitere unverbindliche Informationen über die SARIVA GmbH wünschen, können Sie wahlweise mit mir, Dr. Martini, in <a title="Kontakt Dr. Martini" href="http://www.rhetorikblog.de/kontakt/" target="_self">Kontakt</a> treten oder direkt auf SARIVA zugehen.</p>
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		<title>Obama &amp; Clinton: Schweigender Präsident, souveräne Außenministerin</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 08:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anna Martini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[amerika]]></category>
		<category><![CDATA[clinton]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
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		<description><![CDATA[Afghanistan, Teheran, Finanz- und Bankenkrise, Gesundheits- und Umweltpolitik: Alles Themen, in denen der amerikanische Präsident Barack Obama mitreden muss, und teilweise Themen, in denen auch Außenministerin Hillary Clinton ein Wörtchen mitzureden hat. Der einstige Rhetoriker Obama allerdings schweigt beharrlich, während sich Clinton äußerst souverän präsentiert &#8211; weg von der Kriegsrhetorik, hin zu Äußerungen, die zeigen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Afghanistan, Teheran, Finanz- und Bankenkrise, Gesundheits- und Umweltpolitik: Alles Themen, in denen der amerikanische Präsident Barack Obama mitreden muss, und teilweise Themen, in denen auch Außenministerin Hillary Clinton ein Wörtchen mitzureden hat. Der einstige Rhetoriker Obama allerdings schweigt beharrlich, während sich Clinton äußerst souverän präsentiert &#8211; weg von der Kriegsrhetorik, hin zu Äußerungen, die zeigen: Es ginge auch ohne Krieg.</p>
<p><span id="more-140"></span></p>
<p><strong>Obama: Populistisch oder still</strong></p>
<p>Es gibt wirklich genügend Themen, mit denen sich Obama gerade auseinanderzusetzen hätte &#8211; allerdings scheint es momentan nur zwei Arten der Rhetorik für ihn zu geben: In Bezug auf volksnahe Themen &#8211; also Finanz- und Bankenkrise sowie Gesundheitspolitik &#8211; zeigt sich der amerikanische Präsident populistisch. Die Wall Street sei Schuld an der Krise und die Gesundheitspolitik mache große Fortschritte &#8211; das will das Volk hören, das bringt Wählerstimmen. Der <a title="Beitrag Spiegel" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,673308,00.html" target="_blank">Spiegel</a> beschreibt seine Aussagen ausführlicher.</p>
<p>Und montags trat ein nicht gerade dynamisch wirkender Obama vor die Kamera. Ruhig &#8211; nein, eher matt &#8211; erklärte er, dass Amerika neue Atomkraftwerke brauche und bauen werde. Hier ist er sich seiner Sache sicher, agiert parteiübergreifend und spricht ohne Verve über den Bau neuer Atomkraftwerke &#8211; unbeachtet ungelösten Entsorgungsproblemen &#8211; nur den Kostenfaktor und die Unabhängigkeit in Energiefragen Amerikas vor den Augen.</p>
<p>In kriegerischen Angelegenheiten hingegen schweigt der amerikanische Präsident, der einst heroische Retter der Nation: CNN zieht bereits Vergleiche mit Bush und ein Kommentator sagt gegenüber der CNN: &#8220;Spätestens jetzt ist der Krieg in Afghanistan zu Obamas Krieg geworden.&#8221; Mehr oder minder schweigend, nicht mehr rhetorisch glänzend, entsendet Obama weitere 30.000 Soldaten in den Kabul &#8211; ein weiteres Kriegsgebiet. Geredet wird darüber nicht, aber &#8220;Schweigen&#8221; ist auch eine Aussage. Denn gleichzeitig gilt Obama noch immer als Friedenspräsident &#8211; wurde ihm nicht 2009 der Friedensnobelpreis verliehen? Spätestens 2012, wenn erneut die weltweit mächtigste Position zu besetzen ist und ein neuer amerikanischer Präsident gewählt wird, sollen die amerikanischen Truppen abgezogen sein &#8211; und damit könnte Obama vielleicht Chancen haben, wiedergewählt zu werden; weiter stellt sich natürlich die Frage nach den Alternativen. Schweigender und populistischer Obama: Eine Rhetorik, die auf Wählerstimmen aus ist. Aber keine &#8220;Change&#8221;-Rhetorik mehr; der Wind, der zu Obamas Anfängen geweht hat, hat sich gedreht.</p>
<p><strong>Clinton: Souverän, taff und volksnah</strong></p>
<p>Im Gegensatz zu Obama schafft es Außenministerin Hillary Clinton, in ihren Reden nahe dem Volke zu sein. Sie spricht mit klarer, fester Stimme davon, Sanktionen zu verhängen, aber außerhalb von militärischen Einsätzen, wie unter anderem das <a title="Beitrag Handelsblatt" href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/clinton-am-persischen-golf-usa-suchen-verbuendete-gegen-iran;2530505" target="_blank">Handelsblatt</a> berichtet. Und bei all der Ernsthaftigkeit behält Clinton gewissen Charme und Humor: Sie sei sich nicht sicher, &#8220;ob es nicht noch mehr diplomatisches Geschick erfordere, die Hochzeit ihrer Tochter Chelsea zu planen&#8221;, zitiert die <a title="Beitrag Welt" href="http://www.welt.de/die-welt/debatte/article6311849/Alle-meine-Kritiker-Hillary-Clinton.html" target="_blank">Welt</a>.</p>
<p>Clinton schafft es, trotz eines Hauchs Humor mit einem gewissen Ernst und einer Entschiedenheit zu reden, die Obama einst ebenfalls an sich hatte. Ihre Stimme klingt dabei bestimmt und sonor. Das Kicksen von einst (zu Wahlkampfzeiten) ist verschwunden. Spontan und gelassen reagiert sie mit sicherer Stimme souverän auf Fragen, ihre Reden sind ebenfalls souverän und aussagekräftig. Die Presse zeigt wieder Fotos von einer strahlenden Clinton, wie in der Printausgabe der FTD vom 17. Februar 2010 auf Seite 13 zu sehen ist. Könnte die Rhetorik Clintons eine Vorbereitung auf die Wahlen, die 2012 anstehen, sein?</p>
<p>Sollte sich der Spieß umdrehen, sodass Clinton rhetorisch überzeugt, Obama hingegen weiter zwischen populistisch bis still schwankt? Und wenn am kommenden Sonntag wieder gewählt würde? Wer würde wohl am ehesten überzeugen? Obama oder Clinton? Wie sehen Sie das?</p>
<p>Und sollten beide zur nächsten Präsidentschaftswahl in Amerika gegeneinander antreten, kann Clinton durchaus gute Chancen haben. Sie hat es mittlerweile übernommen, nicht auf militärische Aktionen zu setzen und das klar zu äußern. Sie bewegt sich souverän und spricht überzeugend. Ihre Ausstrahlung ist zurzeit brillant. Sie trifft das amerikanische Volk unpopulistisch an der richtigen Stelle. Und als erste Frau in dieser bedeutsamen Position könnte sie in zwei Jahren genauso gefeiert werden, wie Obama vor zwei Jahren als erster schwarzer Präsident Amerikas.</p>
<p>Doch, meine Damen und Herren, politisch würde Hillary Clinton dann alles auf eine Karte setzen &#8211; den Job der Außenministerin und die Chance, Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden!</p>
<p>Obama und Clinton: Beide verbinden gewisse Parallelen. Allerdings trennt beide ihre momentane Rhetorik: Obama ungewohnt schlapp, Clinton ungewohnt (oder auffallend) gut. Auch wenn zwei Jahre noch fern scheinen: Die Wahlvorbereitungen sind bereits in vollem Gange &#8211; und wenn beide so weitermachen, könnte die Siegerin bereits feststehen. Auch seine Rhetorik war es schließlich, die Obama zu seinem Wahlsieg verholfen hat &#8211; vielleicht bringt die feste Klarheit in zwei Jahren Clinton ins Amt.</p>
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		<title>Ein Käfig voller Narren: Faschings-Rhetorik in verschiedenen Städten</title>
		<link>http://www.rhetorikblog.de/ein-kafig-voller-narren-faschings-rhetorik-in-verschiedenen-stadten/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 06:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anna Martini</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während sich die Abendzeitung in einem stichelnden Artikel fragt, ob der Karneval in Berlin oder Köln stattfindet und damit auf das Steuersenkungsdesaster der Bundesregierung anspielt, beschäftigt sich dieser Artikel mit der Rhetorik der fünften Jahreszeit: Wenn Düsseldorf, Köln und Mainz Karneval und Fasching feiern, herrscht auch rhetorisch Ausnahmebetrieb. Verbal-Akrobatik in einer ausgeflippten Jahreszeit: Wo liegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während sich die Abendzeitung in einem stichelnden <a title="Artikel Abendzeitung" href="http://www.abendzeitung.de/politik/meinung/163077" target="_blank">Artikel</a> fragt, ob der Karneval in Berlin oder Köln stattfindet und damit auf das Steuersenkungsdesaster der Bundesregierung anspielt, beschäftigt sich dieser Artikel mit der Rhetorik der fünften Jahreszeit: Wenn Düsseldorf, Köln und Mainz Karneval und Fasching feiern, herrscht auch rhetorisch Ausnahmebetrieb. Verbal-Akrobatik in einer ausgeflippten Jahreszeit: Wo liegen die Unterschiede in diesen Städten?</p>
<p><span id="more-135"></span></p>
<p>Nicht in Berlin zu finden ist während der närrischen Zeit NRWs Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). Der spielt im Aachener Karnevalsverein nämlich den 60. Ritter des Ordens, schmettert unpolitische Büttenreden und zeigt seine närrische Seite. Politik hat in der fünften Jahreszeit ungefähr genauso viel zu suchen wie Karneval in den anderen vier Jahreszeiten im Bundestag. &#8220;Alaaf und Helau&#8221; wird nicht nur ein Ausruf Rüttgers sein; ganz Köln wird sich daran beteiligen. In Düsseldorf steht Karneval heuer unter dem meines Erachtens gut gewählten Motto &#8220;Jeck, we can&#8221; &#8211; kreativ, an Aktuelles geklammert, unterhaltsam. Und auch in Mainz sind die Jecken unterwegs.</p>
<p><strong>Kamelle, Kölle Alaaf, Helau &#8230;</strong></p>
<p>Interessant sind die Wortherkünfte von &#8220;Fasching&#8221; und &#8220;Karneval&#8221;. Ersteres gibt es seit dem 13. Jahrhundert und leitet sich von &#8220;Fastenschank&#8221; ab &#8211; heißt: Zu Beginn der einst strengen Fastnacht war der Fasching sozusagen der &#8220;letzte Ausschank&#8221;. In Teilen von Bayern und Österreich, in Sachsen und in Brandenburg spricht man von Fasching. &#8220;Karneval&#8221; ist eher im Rheinischen gängig und bezieht sich wieder auf die Fastenzeit mit der &#8220;Fleischwegphase&#8221;. Man könnte &#8220;carne vale&#8221; aus dem Lateinischen mit &#8220;Fleisch, lebe wohl&#8221; übersetzen. (Quelle: <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karneval,_Fastnacht_und_Fasching" target="_blank">Wikipedia</a>)</p>
<p><strong>De Zoch kütt: &#8220;Kamelle, Strüßjer, Bützje &#8230;&#8221;</strong></p>
<p>Der Kölner Karneval beginnt mit dem 11.11. um 11:11 Uhr und nach einigen ruhigeren Wochen wird ab Weiberfastnacht (der Donnerstag vor Aschermittwoch) nur noch gefeiert. Neben dem Rosenmontagsumzug gibt es Karnevalssitzungen und Bälle, an denen Büttenreden geschwungen werden, die ihre ganz eigene Rhetorik innehaben: Der Dialekt muss stimmen, pointiert muss das Gesagte sein und zwischendurch immer mal wieder zum Schunkeln anregen. Wer &#8220;Kölle Alaaf!&#8221; schreit, gehört einfach mit dazu.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Lsh8MrpMovk&amp;feature" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/Lsh8MrpMovk&amp;feature"></embed></object></p>
<p>Aus Düsseldorf dürfte der Rosenmontagsumzug vielen aus dem TV bekannt sein &#8211; als einer der größten Deutschlands wird er gerne übertragen. In Düsseldorf wird &#8220;Helau&#8221; zum Gruß gerufen &#8211; wieder eine Tradition, die die Kölner und Düsseldorfer trennt. In traditionellem Brauchtum geht die Stadt Düsseldorf einem Ritual nach und läutet ebenfalls am 11.11. um 11:11 Uhr den Karneval ein.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qn0jg_3DROc&amp;feature" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/qn0jg_3DROc&amp;feature"></embed></object></p>
<p><strong>Meenzer Fassenacht und Helau</strong></p>
<p>Auch Mainz gehört zu den Faschingshochburgen schlechthin. Der <a title="Mainzer Rosenmontagszug bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mainzer_Rosenmontagszug" target="_blank">Mainzer Rosenmontagszug</a> erfreut sich hierzulande größter Beliebtheit; nicht zuletzt deshalb, weil es in Mainz Tradition ist, eine Militärparodie als Straßenfestzug vorzuführen. Auch Mainz feiert mit dem Schlachtruf &#8220;Helau&#8221; und neben &#8220;Meenzer Fassenacht&#8221; spricht der Mainzer auch von der &#8220;Määnzer Fassenacht&#8221;; der Nicht-Ortskundige schlichtweg von der &#8220;Mainzer Fastnacht&#8221;. Mainz ist politischer als andere Traditions-Faschings-Städte; die Büttenreden sind hier eine Parodie auf aktuelle oder vergangene Geschehnisse in der Politik.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qJwDL5en5so&amp;feature" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/qJwDL5en5so&amp;feature"></embed></object></p>
<p><strong>Karnevals-Reden</strong></p>
<p>Die närrische Zeit bringt, wie bereits erwähnt, eine interessante Rhetorik mit sich. Es gibt Regeln für die Büttenreden, die auch auf die Rhetorik in den restlichen vier Jahreszeiten geeignet sind; Sie werden sicher erkennen, welche der folgenden Büttenredentipps ausschließlich für den Karneval geeignet sind:</p>
<ul>
<li>Einzigartigkeit: Achten Sie darauf, einzigartig zu sprechen; das betrifft sowohl den Inhalt als auch Ihre verbale und nonverbale Rhetorik.</li>
<li>Versetzen Sie Ihre Rede mit Höhenpunkten. Dafür können Sie andere Redner beobachten und lernen, wie der Aufbau dieser Reden gehalten ist.</li>
<li>Auch von negativen Beispielen können Sie lernen: Schauen Sie sich an, wie man es nicht macht.</li>
<li>Zwischen spritzig-witzig und drastisch-derb sei Ihnen alles gestattet: Nehmen Sie Alltägliches, Menschliches, Klischee-besetztes und Aktuelles als Thema, greifen Sie aber nie unter die Gürtellinie.</li>
<li>Verwenden Sie Namen und Berufe in Ihrer Rede; so wirkt sie greifbarer.</li>
<li>Reimen Sie &#8211; und zwar gerne auch mit Kehrreimen. Das sonst weniger beliebte &#8220;als wie&#8221; wirkt in Ihrer Büttenrede sehr passend.</li>
<li>Übertreiben Sie, wo Sie nur können. In Ihrer Gestik, in Ihrer Wortwahl, in Ihrer Betonung und in Ihren Inhalten.</li>
</ul>
<p>Wo auch immer Sie Karneval oder Fasching feiern: Ich wünsche Ihnen eine herrlich närrische Zeit mit vielen unterhaltsamen Reden, buntem Programm &#8211; und womöglich einem eigenen erfolgreichen Auftritt.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Politisches Urgestein mit großer, aber wechselhafter Rhetorik: Abschied von Lafontaine</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 14:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anna Martini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[linke]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[rhetorik]]></category>

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		<description><![CDATA[Oskar Lafontaine: Eines der großen Gesichter der deutschen Politik verabschiedet sich. Früher SPD-Karriere und als es dort nicht mehr so recht klappen sollte &#8211; man denke nur an die Schröder-Lafontaine-Ära &#8211; Linken-Partei-Karriere. War er nicht zum Schluss das Gesicht der Linken? Und stahl er Gysi nicht ein wenig die Show? Auf jeden Fall hat er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oskar Lafontaine: Eines der großen Gesichter der deutschen Politik verabschiedet sich. Früher SPD-Karriere und als es dort nicht mehr so recht klappen sollte &#8211; man denke nur an die Schröder-Lafontaine-Ära &#8211; Linken-Partei-Karriere. War er nicht zum Schluss das Gesicht der Linken? Und stahl er Gysi nicht ein wenig die Show? Auf jeden Fall hat er angekündigt, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurückziehen wird. Mal sehen, ob die Gesundheit beziehungsweise die Krankheit Oskar Lafontaine und somit seinen Rückzug dominiert. Fakt ist: Mit Lafontaine verschwindet ein politisches Urgestein von der Bildfläche, welches sich nicht nur in entsprechenden Situationen neu erfunden hat, sondern dem es in seiner verbalen und nonverbalen Rhetorik immer wieder gelang, den richtigen Ton zu finden, mit der richtigen Geste das richtige Zeichen zu setzen. Kurz: Selbstbewusst, aber nie mit dem Kopf durch die Wand. Eigen, aber nie störrisch; eher sehr diplomatisch:</p>
<p><span id="more-131"></span></p>
<ul>
<li>Seine Mundwinkel oft von einem leicht ironischen Lächeln umspielt,</li>
<li>seine Sitzposition entspannt,</li>
<li>wenn er gelauscht hat, sein Kopf aufnahmefähig nickend.</li>
</ul>
<p>Dieses Bild gab Oskar Lafontaine sehr häufig ab. Wenn er selbst sprach, redete er mit einem Selbstbewusstsein, was bei einigen den Eindruck gewisser Arroganz zuließ. Auf die &#8220;Kopf-durch-die-Wand&#8221;-Rhetorik verzichtete er, lieber &#8220;beschmunzelte&#8221; der Linke sein Gegenüber. Aufgrund seiner gesundheitlichen Lage &#8211; Krebs; ein &#8220;Warnschuss, den ich nicht mehr ignorieren kann&#8221; (<a title="Artikel SZ" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/821/501081/text/" target="_blank">Süddeutsche Zeitung</a>) &#8211; wird Lafontaine sein Bundesmandat zurückgeben und nicht mehr als Parteivorsitzender der Linken agieren.</p>
<p>Oskar Lafontaine war &#8211; nicht zuletzt aufgrund seiner starken Rhetorik &#8211; eine Schlüsselfigur der Linken allgemein. Nun ist die Frage, ob Lafontaines Schatten groß genug für die Linke ist oder ob die kommenden Wahlen so dramatisch ausfallen werden, wie allgemein angenommen wird. Kann der Verlust dieses großen Rhetorikers die Linken in die Tiefen stürzen?</p>
<p>Lafontaine ist schon einmal abgetreten. Durch ein Messerattentat und der verlorenen Bundestagswahl 1990 (ausführlicher nachzulesen bei <a title="Beitrag Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Lafontaine#Kanzlerkandidat_der_SPD" target="_blank">Wikipedia</a>) lehnte er den SPD-Vorsitz ab. Neun Jahre später verließ er weiter die Posten als Finanzminister und SPD-Vorsitzender &#8211; und verblüffte damit die eigene Partei und die Wählerschaft gleichermaßen. Der Grund: Seine Meinung wurde nicht anerkannt. Er wollte den Finanzmarkt regulieren, die SPD zog nicht mit. Konsequenz und Klarheit vertrat Lafontaine also nicht nur in seiner Rhetorik, sondern er ließ auch Taten folgen. Seine Art zurückzutreten war spektakulär bis provokant: Tagelang tauchte er einfach ins Nirwana ab. Hinterließ nur eine kurze Nachricht an den damaligen Bundeskanzler Schröder. Die Folge: Niemand wusste etwas über Lafontaines Verbleib zu sagen &#8211; sicher nicht sonderlich Image-fördernd für die SPD.</p>
<p>Vor seinem Geständnis, dass er, Lafontaine, an Krebs leide, fuhr er die Tour von Anfang der 90er und schwieg. Die Folge: Verstörung, teilweise Zorn &#8211; auch bei den Parteimitgliedern. Die Medien unterstellten ihm diverse Affären; Hans Peter Schütz fand in diesem <a title="Beitrag Stern" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/lafontaine-hat-krebs-viel-glueck-oskar-1522572.html" target="_blank">Stern-Beitrag</a> aber wohl die richtigen Worte: &#8220;Muss das Oskar Lafontaine verantworten, weil er zu lange geschwiegen hat, wie es wirklich um ihn steht? Nein. Er verdient unser Mitleid in einem rücksichtslosen medialen Umfeld und unsere Sympathie. Dem Menschen Lafontaine wünschen wir viel Glück am kommenden Donnerstag, dem Tag seiner Operation.&#8221;</p>
<p>Mit &#8220;<a title="Beitrag RP-Online" href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Der-Putsch-des-Oskar-Lafontaine_aid_68485.html" target="_blank">Der Putsch des Oskar Lafontaine</a>&#8221; betitelte RP-Online 1995 das spektakuläre Comeback Lafontaines. Mit einer Rede &#8211; sonst nichts, ausschließlich durch seine Rhetorik &#8211; schaffte es Lafontaine, die Mehrheitsverhältnisse auf dem Parteitag zu ändern. Aus welcher Sparte Lafontaine kommt, bemerkt man: Als Physiker fragt er nicht nach dem Weg, sondern nach dem Ergebnis &#8211; ähnlich wie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Eine Mischung aus großem Ego, der Frage nach dem Ergebnis und rhetorischer Brillanz haben Lafontaine an die Spitze der Linkspartei getrieben &#8211; und dort hinterlässt er nun eine Lücke, eine große Lücke, die den Linken schaden könnte und &#8211; wie Experten sogar aus den parteieigenen Reihen vermuten &#8211; auch schaden wird. Lafontaine verstand es, sich selbst zu inszenieren, nicht zuletzt durch Widersprüche, durch Ideologien und durch Populismus. Hinter dieser Maskerade steckt aber ein Realist. Ein Mann, der weiß, wofür er steht. Ein Machtinhaber, der Fingerspitzengefühl beweist &#8211; oft zum Verblüffen anderer, aber das mit Strategie. Ein Gespür für die richtige Zeit und die dafür richtige Rhetorik zeichnen Lafontaine.</p>
<p>Das bewies er, als Schröder im Jahre 2005 der Niederlage in der Bundestagswahl nahe war: Lafontaine brachte die Fusion der WASG (<a title="WASG bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_&amp;_soziale_Gerechtigkeit_%E2%80%93_Die_Wahlalternative" target="_blank">Arbeit &amp; soziale Gerechtigkeit &#8211; die Wahlalternative</a>) und PDS zur Linkspartei voran und kehrte aufs politische Parkett zurück. Was ist seither passiert? Die Linkspartei konnte in sechs westdeutsche Landtage einziehen und schneidet in Bundestagswahlen mit Spitzenergebnissen ab.</p>
<p>Oskar Lafontaine: Ein politisches Urgestein, ohne den die Linke heute nicht wäre, was sie ist, zieht sich aus der Bundespolitik zurück. Ein weiterer Rhetoriker geht damit seinen Weg außerhalb der großen politischen Bühnen &#8211; für die Linke ein tiefer Schnitt. Wer kommt danach? Es sind bereits einige in Diskussion. Aber ein Lafontaine, da sind sich die Parteimitglieder einig, kann nicht ersetzt werden &#8211; mag man zu seinen Äußerungen, seinen Handlungen und seiner Art stehen wie man will: Rhetorisch hat er geglänzt und auch damit die Politik Deutschlands mitgeprägt.</p>
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