Robert Schumann – 13 Tage bis ENDEnich: Die Stimme Robert Schumanns
Geschrieben am 9. Dezember 2009 in Allgemein
Noch einmal Robert Schumann auf dem Rhetorikblog. Denn heute geht es dabei um Schumanns Stimme! Robert Schumann meinte, es sei nicht seine „Schuld“, dass das die Musiker des Düsseldorfer Orchesters ihm nicht willig folgten. Schumann prangerte die äußeren Umstände an. Auf Seite 40 in „Robert Schumann – 13 Tage bis ENDEnich“ wird Prof. Uwe Henrik Peters sehr deutlich: „Er hatte keine tragende Stimme, mit welcher er bis in die hinterste Reihe hätte durchdringen können. Seine Stimme hatte er nie geübt und man kann sagen, er hatte sie vernachlässigt. Stimmtraining ist keine Erfindung der Neuzeit. Vor Erfindung von Mikrofon und Lautsprecher war vielmehr jeder, der in der Öffentlichkeit wirken wollte, genötigt, den günstigsten Gebrauch der Stimme zu erlernen“ (siehe dazu im Seminar “Aktuelle Sprechtechnik im Business“. Weitere Informationen bekommen Sie über das Kontaktformular). Daraus folgend entstand eine Art der Abhängigkeit Schumanns von seiner Frau Clara: Sie war sein Sprachrohr. „Sie stellt die Vermittlung zwischen Schumanns Persönlichkeit und der übrigen Welt dar“, beschreibt es der Autor auf Seite 41.
Weiter beschreibt Peters, Clara Schumann sei es bekannt gewesen, dass ihr Mann rhetorisch – verbal wie nonverbal – nicht gerade zu den Stärksten gehörte, um es milde auszudrücken. Ihm war es gegeben, sich schriftlich ideal auszudrücken. Allerdings waren dagegen seine Körpersprache und seine StimmRhetorik von keiner großen Kraft bzw. Ausstrahlung geprägt. Welche Folgen das haben kann, wird schnell deutlich:
Wenngleich Clara Schumann die wohl einzige Vertraute von Robert Schumann war, gab es doch Probleme in ihrer Kommunikation. Eine Fehldeutung von Ärzten – die Clara Schumann über ihre Vermutung, Robert Schumann sei verrückt geworden, unterrichteten – ließ es zu, dass Clara Schumann selbst von Zweifeln an ihrem Mann geplagt wurde. Sie beobachtet akribisch sein Tun – Alltägliches wird als Verrücktheit gedeutet. Robert Schumann hingegen äußert sich – aufgrund seines Alkoholdelirs und seines Unvermögens in rhetorischer Hinsicht – nicht klar. Das große bisherige Rätsel um Schumanns Krankheit wird durch diese Erkenntnis von Prof. Dr. Dr. Peters gelöst und neu erzählt.
Das Buch „Robert Schumann – 13 Tage bis ENDEnich“ ist eine Mischung aus der neu erzählten Geschichte eines großen Musikers, verbunden mit der Psychoanalyse eines kleinen Rhetorikers: Robert Schumann. „13 Tage bis Endenich“ können Sie ab sofort bei Amazon oder direkt bei www.anapublishers.de bestellen. Wir sind gespannt auf Ihre Sicht auf das Buch und Robert Schumann, die Sie gerne als Kommentar hinterlassen können.





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